Der 1941 in Emden
geborene Karl Bernhard Dall – besser bekannt unter dem Namen Karl Dall
– ist ein deutscher Sänger, Comedian und Moderator.
Bereits 1967 gründete Karl Dall zusammen mit Ingo Insterburg, Peter
Ehlebracht und Jürgen Barz die Gruppe „Insterburg & Co“, die auch
gerne als „Blödelbarden“ bezeichnet wurde. Komödiantische Lieder
gehörten genauso zum Programm des Quartetts wie Sketche und spontane
humorige Einlagen, bei denen sich die Mitglieder oft gegenseitig auf
den Arm nahmen. Die Musikinstrumente, die sie für ihre Lieder
benutzten, bestanden oft aus umfunktionierten Haushaltsgeräten und die
Individualität des Quartetts machte es schnell einem breiten Publikum
bekannt. 1979 trennte sich Insterburg & Co und Karl Dall begann
eine Karriere als Solokünstler.
In der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ bekam er unter anderem eine Rolle
als Anrufer, der unwissende Personen mit einem lustigen, inszenierten
Telefongespräch hereinlegte.
Zeitgleich moderierte Dall auch für den Sender Radio Luxemburg eine
witzige Radiosendung und trat außerdem im regionalen Fernsehprogramm
des Senders Südwest 3 auf.
1985 bekam Karl Dall bei RTL eine eigene Sendung namens „Dall-As“, in
der prominente Gäste zu einem Plausch vorbeikamen. Unvergessen ist hier
wohl die Sendung, in der der Sänger Roland Kaiser wutentbrannt das
Studio verließ, weil ihm ein Spruch Dalls nicht gefiel. Dall-As lief
beinahe 6 Jahre, danach wechselte Karl Dall zu Sat 1 und moderierte
dort die Blödelshow „Jux und Dallerei“.
Neben seiner Tätigkeiten für das Fernsehen und Radio drehte Karl Dall
auch immer wieder Filmkomödien. Zu den bekannteren gehören unter
anderem „Gib Gas – Ich will Spaß“, „Sunshine Reggae auf Ibiza“ und
„Suche impotenten Mann fürs Leben“.
Des Weiteren nahm Dall im Laufe der Zeit immer wieder Singles auf, die
teilweise recht erfolgreich in die Hitparaden einstiegen - so wurden
beispielsweise die humorigen Titel „Millionen Frauen lieben mich“ und
„Diese Scheibe ist ein Hit“ zu Verkaufsschlagern.
Im Jahre 1996 gehörte Dall zum Anfangs-Ensemble der RTL-Show „7 Tage, 7
Köpfe“, das er 1997 bereits wieder verließ. 2006 brachte er schließlich
seine Autobiografie „Auge zu und durch“ auf den Markt, in der er
unterhaltsame Anekdoten aus seinem Leben zum Besten gibt.
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