Otto - Mit
ebendiesem schlichten Vierbuchstaben-Namen verbinden wahrscheinlich die
meisten nicht Muttis Nachbarn oder einfach gar niemanden, sondern ganz
im Gegenteil eben den einen wahren Otto: Otto, Ottili, Waalkes. Seines
Zeichens Schöpfer der legendären Ottifanten, Blödelbarde an der
Gitarre, Buchautor, TV-Star und natürlich Filmemacher und
-mitwirkender. Und nach wie vor, zig Karrierejahre später, immer noch
für einen Scherz gut.
Richtig angefangen hat Ottos Karriere in den wilden Siebzigern. Den
Grundstein für die Ottifanten legte er zwar bereits in der Schule in Emden, wo
er die Tierchen ins Leben rief, ins Gespräch brachte sich Otto aber als
sangesfreudiger Komiker mit Hits wie „Dänen lügen nicht" und natürlich
dem rasenden Reporter Harry Hirsch. Die Musik war ihm quasi in die
Wiege gelegt worden, die Gitarre sein ständiger Begleiter und
Bestandteil seines Erfolges. So sang sich Otto im Turbotempo in die
Herzen seiner stetig wachsenden Fananzahl, diverse Platten und auch
Preise für seine TV-Shows inklusive. Vielleicht hat ihn ja seine
Studienzeit derart kreativ beflügelt? Immerhin teilte sich Otto Waalkes
eine Zeit lang mit den beiden Sangesgrößen Udo Lindenberg und Marius
Müller-Westernhagen eine Wohnung. Dieses kurze Zwischenspiel als
Kunststudent legte er aber bald wieder ad acta. Immerhin galt es, die
Entertainment-Welt weiter zu erobern.
Schließlich folgten auf die wilden Siebziger samt Musik- und
TV-Karriere gleich die nächsten Karriere-Meilensteine, die es ebenfalls
in sich hatten. Weil sein Humor auf der Bühne (und im TV und auf
Platte) so gut funktionierte und vom Publikum begeistert aufgenommen
wurde, zog es Otto in den Achtzigern auch ins Schauspielfach und auf
die große Leinwand. Mit dem Klamauk „Otto – der Außerfriesische“ schuf
sich der Comedian endgültig ein filmisches Denkmal, dem noch weitere
folgen sollten. Man denke nur an „7 Zwerge – Männer allein im Wald“,
der 2004 ordentlich auf die (Lach-)tränendrüse von Groß und Klein
drückte und über 6 Millionen Menschen in die Kinos lockte. Heutzutage
ist Otto bereits über 60 Jahre alt, aber kein bisschen leise geworden.
Er geht nach wie vor auf Tour, veröffentlicht Bücher, zeichnet u. v. m.
Im Privatleben widmet er sich seiner zweiten Ehefrau Eva Hassmann und
seinem Sohn aus erster Ehe.
Tja, so war das, mit dem wahrscheinlich berühmtesten Otto der Welt und
seinem Weg in den deutschen Comedian-Olymp. Und so ist es auch noch.
Warum etwas ändern, das die Menschen nach wie vor lieben? Sieht Otto
ganz genauso und hält an legendärem Klamauk und Witzen nach wie vor
eisern fest – und das Publikum stets bei Laune: „Meine Komik ist
zeitlos und kennt kein Verfallsdatum,“ sagt der Blödelbarde über seinen
Stil. Es kann eben nur einen echten Otto geben. Und der bleibt, wie er
ist. Auch mit über 60 Lenzen und einer jahrzehntelangen
Bilderbuchkarriere. Wenn es denn bei Klamauk & Co so etwas
gibt.
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